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8. Monat, 2. Woche: Barfuss mehr erleben

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Warum bleiben manche Menschen ruhig, wenn es schwi Warum bleiben manche Menschen ruhig, wenn es schwierig wird? Weil sie im Kopf schon einmal dort waren.Vor ein paar Wochen hatten Moritz Kielkopf und ich ein spannendes HirnTalk Podcast-Gespräch mit Ilka Fallgatter, ehemalige Pilotin und Leadership Expertin, die jahrelang unter anderem über den Atlantik geflogen ist. Was für eine mental starke und kluge Frau!Ein Satz von ihr ist mir hängen geblieben:“Wir gehen davon aus, dass Hindernisse nicht die Ausnahme sind – sie werden kommen. Wir üben sie, wie briefen uns, immer und immer wieder. Das gibt uns ein Trainingsniveau, das uns erlaubt, ruhig auf Schwierigkeiten zu reagieren, statt von ihnen überrascht zu werden.”Als Neurowissenschaftlerin musste ich sofort an ein Konzept aus der Forschung denken, das mentale Kontrastieren.Die meisten von uns kennen nur die eine Hälfte davon: sich das Ziel möglichst plastisch vorstellen. Fliegen, Prüfung bestehen, Beförderung, was auch immer.Was die Forschung aber zeigt, ist dass reines Ziel-Visualisieren allein erstaunlich wenig bringt, manchmal sogar weniger als gar nichts, weil das Gehirn den Erfolg schon “erlebt” hat und die Motivation, wirklich loszulegen, sinkt.Wirksam wird es erst, wenn man den zweiten Schritt dazu nimmt: sich konkret fragen, welche Hindernisse auf dem Weg zum Ziel auftreten könnten und sich dafür im Kopf schon einen Plan zurechtlegen. Wenn X passiert, dann tue ich Y.Genau das machen PilotInnenen im Simulator, lange bevor sie abheben. Sie üben “noch auf dem Land” die Wenn-Dann-Pläne für den Ernstfall und erst dann fliegen sie los.Ich finde diesen Gedanken gerade jetzt, in einer Zeit, die vielen wenig sicher vorkommt, wichtig: Man kann nicht jedes Hindernis verhindern. Aber man kann sich im Kopf schon “eingeflogen” haben, bevor es passiert.Was wäre dein “Wenn-Dann-Plan” für die grösste Herausforderung, die gerade vor dir liegt?🎧 In der Bio findest du den Link zum gesamten Gespräch mit vielen wertvollen Insights rund um Regulation und mentale Stärke.
Rund ein Drittel der Erwerbstätigen fühlt sich emo Rund ein Drittel der Erwerbstätigen fühlt sich emotional erschöpft. Das zeigt der Job-Stress-Index von Gesundheitsförderung Schweiz, erhoben zusammen mit der Universität Bern und der ZAHW.Diese Zahl beschäftigt mich.Burnout-Prävention beginnt nicht damit, dass wir lernen, immer mehr auszuhalten. Sie beginnt damit, dass wir uns eine unbequeme Frage stellen: Muss ich wirklich so weiterarbeiten? Was kann ich bewusst und aktiv verändern?Stress entsteht nicht nur in unserem Kopf. Er entsteht auch dort, wo Anforderungen dauerhaft höher sind als unsere Ressourcen.Die Wissenschaft bestätigt das zunehmend. Interventionen, die Arbeitsbelastung reduzieren oder Ressourcen im Arbeitsalltag stärken, können Erschöpfung bedeutsam verringern. Auch individuelle Ansätze wie Veränderung von Denk- und Verhaltensmustern oder Job Crafting können Burnout-Symptome nachweislich verbessern. Zwei aktuelle Studien dazu verlinke ich im Kommentar.Deshalb sollten wir aufhören, psychische Gesundheit nur als Frage persönlicher Resilienz zu betrachten.Meine kleine Übung für heute:Was nimmt dir Energie? Was gibt dir Energie? Welche Anforderungen kannst du reduzieren? Welche Ressourcen kannst du aktivieren?Und vielleicht die wichtigste Frage von allen: Nimmst du deine Ressourcen genauso ernst wie deine Leistung?
Was für ein schöner Abend beim Assistants’ Day 202 Was für ein schöner Abend beim Assistants’ Day 2026! 🧠✨Gerade im Office erleben wir, wie schnell KI und Digitalisierung unsere Arbeit verändern. Vieles wird effizienter – aber wie nutzen wir diese Möglichkeiten, ohne dabei unsere eigenen mentalen Ressourcen zu vernachlässigen?Ein paar Gedanken aus meiner Keynote:🧠 Eine Maschine berechnet. Unser Gehirn denkt und fühlt. Emotion und Kognition sind in unseren neuronalen Schaltkreisen untrennbar miteinander verbunden. Genau diese menschliche Intelligenz sollten wir weiter kultivieren.🎯 So wenig Multitasking wie möglich. Auch wenn es sich manchmal effizient anfühlt: Das ständige Wechseln zwischen Aufgaben fordert unser Gehirn enorm. Lieber fokussieren und eines nach dem anderen.📵 Digitalfreie Zeiten und Zonen schaffen. Unser Gehirn braucht Momente ohne Bildschirm, Benachrichtigungen und neue Inputs – zum Denken, Regenerieren und Kreativsein.Für mich bedeutet Zukunftskompetenz deshalb nicht nur, neue Technologien zu beherrschen. Sondern auch zu wissen, was unser menschliches Gehirn braucht, um neugierig, kreativ, fokussiert und gesund zu bleiben.Danke für die vielen schönen Begegnungen und Gespräche beim Assistants’ Day! 🤍
Ein gesundes Gehirn lebt von Emodiversität – der F Ein gesundes Gehirn lebt von Emodiversität – der Fähigkeit, die ganze Bandbreite unserer Gefühle wahrzunehmen und zu benennen.🤗 Freude gehört dazu.😞 Aber auch Enttäuschung.😢 Trauer.😤 Wut.😳 Unsicherheit.😰 Angst.All diese Emotionen liefern wertvolle Informationen darüber, was uns wichtig ist, was wir brauchen und wo vielleicht etwas verändert werden möchte.Emotionale Gesundheit bedeutet deshalb nicht, immer gut drauf zu sein.Sondern die Fähigkeit, mit den unterschiedlichsten Gefühlen umzugehen, ohne sie sofort wegdrücken zu müssen.Wir sind ja schliesslich keine Maschinen.
🧠 Unser Gehirn kann sich ein Leben lang verändern, 🧠 Unser Gehirn kann sich ein Leben lang verändern, lernen und weiterentwickeln. Was für eine wunderbare Nachricht!Gesund älter werden bedeutet für mich deshalb weit mehr, als körperlich fit zu bleiben. Auch unsere mentale Fitness, unsere Neugier und die Fähigkeit, Neues zu lernen, tragen entscheidend dazu bei, wie selbstständig und erfüllt wir durchs Leben gehen.Umso mehr freue ich mich, bei der interdisziplinären Healthy Ageing-Tagung im Rahmen der 2. blue zone days als Referentin dabei zu sein und mein Wissen rund um Gehirngesundheit und gesundes Altern zu teilen. 🧠✨📍 Haslibrunnen, Langenthal📅 Freitag, 16. Oktober 2026Neben meinem Vortrag erwarten euch spannende Perspektiven aus Wissenschaft und Praxis – und viele Impulse dazu, wie wir gesundes Altern aktiv mitgestalten können.🎟️ Bist du dabei? Den Link zur Anmeldung findet ihr in den Kommentaren.
Meine Empfehlung zu Smartphones und Jugendlichen: Meine Empfehlung zu Smartphones und Jugendlichen: so spät wie möglich, z.B. ab 14 – begleitet und zielgerichtet. Social Media: nicht vor 16.Nicht aus Prinzip, sondern aus Fürsorge.Jede Stunde, die junge Menschen nicht mit dem Weltschmerz und den Erlebnissen anderer verbringen, können sie in ihre eigene Entwicklung investieren: in ihre Stärken, ihre Freude, echte Beziehungen und ein Gehirn, das sich gerade noch formt.Die Forschung zeigt wiederholt Zusammenhänge zwischen früher bzw. intensiver Smartphone- und Social-Media-Nutzung und Depressionen, Ängsten, Schlaf- und Aufmerksamkeitsproblemen. Auch unsere eigene Studie zeigte eine Verbesserung der mentalen Gesundheit, wenn Jugendliche ihre tägliche Bildschirmzeit reduzierten.Natürlich sind viele dieser Befunde Assoziationen und keine Kausalitätsbeweise. Aber brauchen wir wirklich noch mehr Daten, bevor wir Kindern einen Schutzraum geben?Social Media nicht vor 16. Schulen smartphonefrei. Und bis dahin: begleiten, erklären und bewusst nutzen.Denn echte Freiheit für Kinder und Jugendliche bedeutet auch: Zeit und Raum für ihre eigene emotionale und soziale Entwicklung. 🧠

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